Aktueller Stand am 3.10.2002
 
Mit schwerer Technik wurde das Bett der Müglitz beräumt und vertieft. Teilweise werden schon Ufermauern erneuert. Die Wasserwirtschaft geht davon aus, daß eventuelle Winterhochwasser in den nächsten Monaten gefahrlos ablaufen werden. Die endgültigen Arbeiten werden erst im nächsten Frühjahr nach der Frostperiode beginnen.
 
Die Instandsetzungsarbeiten an den Häusern gehen weiter voran. Wichtig ist, daß die gefluteten Räume austrocknen. Erst dann können die Wohnungen wieder bezogen werden. Von den rund 180 Einwohnern vor der Flut wohnen zur Zeit ca. nur 50 in Weesenstein. Viele Eigentümer der zerstörten Häuser wollen wieder bauen., müssen aber noch warten. Die Versammlung vom 1. Oktober 2002 auf dem Schloß Weesenstein hat gezeigt, daß zu den Punkten Ursachen der Flut und zukünftiger Hochwasserschutz noch viel geklärt und verschiedene Varianten geprüft werden müssen.
Die ersten Vorgärten haben Mutterboden erhalten und Gras wurde eingesät. Das zarte Grün wird sichtbar und steht im grassen Gegensatz zu den umliegenden Schotter- und Geröllflächen.
 
Im Schloßpark haben über 1200 Helfer dafür gesogrt, daß der kleine Barockgarten schon ansehnlich ist. Trotzdem sind Helfer weiterhin willkommen (Mo-Sa, ab 8 Uhr).
 
Die in den ersten Wochen nach der Flutkatastrophe im Müglitztal angelegte Baustraße ist insbesondere im Bereich zwischen Köttewitz und dem Bahnhof Burghardswalde/Maxen in einem schlechten Zustand. Problematisch ist die Situation in der Ortlage Weesenstein. Hier werden die Medien Elektroenergie, Telefon, Erdgas, Wasser und Abwasser neu verlegt. Weite Strecken der Müglitztalstraße in Weesenstein sind halbseitig gesperrt und werden durch Ampelanlagen geregelt. Täglich verändert sich die Fahrtstrecke. Besondere Vorsicht ist bei Fahrten in der Dunkelheit erforderlich, da nirgends eine Straßenbeleutung funktioniert und Straßenbegrenzungen nicht vorhanden sind.
 
Erfreulich ist, daß zwischen Schlottwitz und Mühlbach die Baustraße eine Asphaltdecke erhalten hat. Zur Zeit laufen die Asphaltierungsarbeiten in der Ortlage Mühlbach. Zwischen dem Bahnhof Burkhardswalde/Maxen und Weesenstein werden die Asphaltierungsarbeiten vorbereitet. Auch hier sind weite Strecken halbseitig gesperrt und Ampelanlagen in Betrieb.
 
Die alten Industrieanlagen der Peschelmühle in Mühlbach und in Köttewitz sind zum Großteil abgerissen. Von der Schuhfabrik in Weesenstein ist nichts mehr zu sehen.
 
Am 26. September 2002 fand das 3. Treffen des Spendenausschusses der Gemeinde Müglitztal statt. Neben der Augabe von Fragebögen wurde die Abschlagszahlung von 5000 € pro Haushalt für die am stärksten betroffenen Haushalte in Mühlbach und Weesenstein (ca. 90 von 220 Haushalten) ab dem 1. Oktober 2002 geklärt.
 
Am 1. Oktober 2002 fand auf dem Schloß Weesenstein die zweite Versammlung zur Zukunft des Müglitztales statt. Viele bei der ersten Versammlung vom 5. September offengebliebene Fragen wurde beantwortet. Die Aussagen von Herrn Dr. Neumann, Leiter des Reginalbereiches Ost der Firma Arcadis Deutschland GmbH, waren für alle Anwesenden verständlich. Von ihm wurde auch akzeptable Zeithorizonte für die Lösung der anstehenden Aufgaben genannt. Die Firma Arcadis wurde vom Regierungspräsidium beauftragt, die komplexe Bearbeitung des Hochwasserschutzes und Infrastrukturplanung im Müglitztal zu realisieren. Als erstes soll bis zum Jahresende ein Bericht über die Ursachen der Flutkatastrophe vorliegen.
Problematisch sind die Aussagen von Herrn Eismann, von der Deutschen Bahn, daß Neutrassierungen und Änderungen an den Brückenbauwerken nicht geplant sind. Die DB gehört mit an den Tisch der Firma Arcadis. Hier ist Druck von Seiten der Öffentlichkeit auf die Deutsche Bahn erforderlich.
 
 
 
letzte Aktualisierung: 04.10.2002
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