| Aktueller Stand 2. 11.2002 |
| Der erste Schnee vor 14 Tagen blieb nur wenige Stunden liegen. Er zeigte
aber, daß die Zeit drängt. An vielen Stellen sind in Wessenstein und
zwischen Weesenstein und Oberweesenstein bzw. Köttewitz Gräben offen,
in die neben Wasser-, Elektro- und Telefon-, nun auch noch Ergasleitungen
verlegt werden. In den letzten Wochen und Monaten wurde durch die Unterstützung der Helfer und der Entschlossenheit der Einheimischen viel geschafft. Das dokumentiert auch die kleine Bildergalerie, mit Aufnahmen vom Oktober 2002. |
| Müglitztalstraße Das Aufbringen einer provisorischen Straßendecke im Müglitztal schreitet voran. In der Ortslage Mühlbach und zwischen Mühlbach und dem oberen Ende des Schloßparkes Weesenstein ist die Schwarzdecke fertiggestellt. In der Ortslage Weesenstein wurde ab Ortseingang aus Richtung Köttewitz bis zum Gemeindeamt einseitig eine Schwarzdecke herstellt. Vorsicht, zwischen beiden Fahrspuren gibt es einen großen Absatz. Zwischen Gemeindeamt und der Müglitzbrücke am Schloßpark wird das Straßenbett vorbereitet. Hier regelt eine Ampel den Verkehr. Gleiches trifft für das Stück vom Abzweig nach Falkenhain bis Köttewitz zu. In der gesamten Ortslage Dohna wird an den Versorgungsleitungen und den Straßen gebaut. Auch hier sind mehrere Ampelanlagen in Betrieb. Die Verkehrsituation ändert sich in diesen Bereichen täglich und der Autofahrer muß viel Geduld mitbringen. Zwischen dem Bahnhof Burkhardswalde-Maxen und Glashütte sind die provisorischen Arbeiten an der Müglitztalstraße und den Straßenbrücken weitestgehend abgeschlossen. |
| Müglitztalbahn Die Müglitztalbahn wird wieder aufgebaut (Versicherungsfall). Zwischen Heidenau und Altenberg ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Wegen der beschränkten Parkmöglichkeiten wird Besuchern des Schlosses in Weesenstein die Benutzung empfohlen. |
| Wohnhäuser In den Kellern und Erdgeschossen der überfluteten Häuser laufen die Bautrochner auf Hochtouren. Ein zu frühes Einziehen in diese Räume lohnt sich nicht. In den letzten Wochen ist immer mehr Feutigkeit auch in die nicht überfluteten Räume in den oberen Etagen gelangt. Auch hier muß genügend gelüftet werden. In Weesenstein wohnen zur Zeit ca. 50 Personen. Mit der weiteren Austrocknung der Wohnhäuser werden es bis Weihnachten mehr sein. Am Wohnhaus Altenberger Straße 3, wo eine ganze Hausecke fehlt, werden zur Zeit Gerüste gestellt. Noch vor Weihnachten soll im Rohbau die Hausecke erneuert sein. Auch in Mühlbach müssen die überfluteten Wohnungen im Erdgeschoß weiter austrocknen. |
| Gewerbe und Gaststätten Die folgende Liste ist eine Auswahl von Firmen, die infolge der Flut ihre Tätigkeit zeitweise einstellen bzw. verlagern mußten. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
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| Kindergarten Mühlbach Der Kindergarten ist weiterhin in der Schule untergebracht. Die Baufirmen mit ihren Handwerkern sind intensiv dabei, den Kindergarten wieder herzurichten. Dank der vielen Spenden konnten sofort nach der Flut die nötigen Bauplanungen und Bauleistungen ausgelöst werden. |
| Infrastruktur Die Gemeinde hat vorfristig die Unterlagen zur Wiederherstellung der Infrastruktur (Abwasser, Ortsbeleuchtung, Parkplätze, Feuerwehrgerätehaus, Fuß- und Fahradwege, Kindergarten, Sportanlagen,...) für Mühlbach und Weesenstein im Regierungspräsidium Dresden eingereicht. Am 1.11.2002 war eine Gutachterkomission zu diesem Thema vor Ort. Die Koordinierungsstelle in der FFW Maxen wurde geschlossen. In Weesenstein kann in wenigen Tagen eine Containeranlage genutzt werden, so daß das Infrastrukturplanungsbüro und andere Einrichtungen vor Ort tätig sein können. |
| Helfer Helfer werden auch noch in den nächsten Wochen benötigt. Deren Einsatz wird durch Klaus Röder (ZDF-Serie: der General) Tel.: 0174-3656843 Herr Piesold von der Gemeinde, Tel.: 035027-5772 koordiniert. In Weesenstein waren und sind einige freiwillige Helfer mehrere Wochen im Einsatz. Stellvertretend sei hier der Zimmermann Andreas Thielemann aus Dörentrup genannt, der 6 Wochen in Weesenstein tätig war und nun abgereist ist. Zum Helfertreffen am 19. Oktober waren über 1000 Personen nach Mühlbach gekommen. |
| Industriebrachen Der Abriß der Industriebrachen Peschelmühle in Mühlbach und Papiermühle Köttewitz schreitet weiter voran. Von der Schuhfabrik Weesenstein blieb nur das Pfördnergebäude stehen. Damit verschwinden die letzten Zeugen der Anfänge der Industrialisierung Sachsens in unserer Region. Deshalb sollte in Mühlbach das alte Wehr mit Mühlgraben erhalten werden. Gemeinsam mit den zwei großen Zahnrädern der Wasserturbine könnte auf die industrielle Historie hingewiesen werden. Auch in Köttewitz bemühen sich einige Bürger um die Erhaltung des Kohlebunkers für eine spätere touristische Nutzung. |
| Hochwasserschutz Das Bett der Müglitz ist nun überall beräumt und in den Ortlagen vertieft und verbreitert. An besonders kritischen Stellen wurden große Felsblöcke in die Böschungen zur Stabilisierung eingebaut. Eventuelle Winterhochwasser sollten problemlos ablaufen können. |
| Problematischer ist die Situation in Bezug des Hochwasserschutzes im Müglitztal als Gesamtheit. Auch wenn die Arcadis Deutschland GmbH vom Regierungspräsidiums den Auftrag erhalten hat, die komplexe Bearbeitung des Hochwasserschutzes und Infrastrukturplanung im Müglitztal zu realisieren, handeln die Planungsbüros der Bundesbahn, des Straßenamtes und der Wasserwirtschaft eigenständig ohne Abstimmung. Für die Bundesbahn ist der Wiederaufbau der Müglitztalbahn ein Versicherungsfall. Änderungen an der Streckenführung und an der Durchlaßfähigkeit der Brückenbauwerke sind nicht vorgesehen. Alle diese Planungsbüros gehören an den Tisch der Arcadis GmbH. |
| letzte Aktualisierung: 02.11.2002 email: Webmaster@Mueglitztal-Flut.de |