Aktueller Stand 21.12.2002
 
Seit dem 2. Advent behindern Minusgrade die Arbeiten im Müglitztal. Die beschädigten Abschnitte der Müglitztalstraße konnten zwischen Glashütte und Dohna mit einer provisorischen Schwarzdecke versehen werden. Zwischen Weesenstein und Köttewitz sind noch mehrere Absätze. Auch die Randstreifen wurden auf vielen Abschnitten mit Schotter befestigt. Häufig fehlen aber die Seitenmarkierungen. Bei Fahrten in der Dunkelheit ist besondere Vorsicht geboten.
In der Ortslage Dohna sind weiterhin mehrere Abschnitte mit Ampeln geregelt.
 
Der Schienenersatzverkehr für die zerstörte Müglitztalbahn kann dadurch die Fahrzeiten zwischen Altenberg und Heidenau um über 15 Muniten verkürzen. Der erste offizielle Spatenstich für den Wiederaufbau der Müglitztalbahn erfolgte am 12. Dezember in Schlottwitz. Die Bundesbahn will ab Mai 2003 den Abschnitt Heidenau-Glashütte in Betrieb nehmen. Bis Altenberg sollen dann die Züge im Dezember 2003 fahren.
 
Der Aufbaustab der Gemeinde Müglitztal hat beim Regierungspräsidium Dresden für den Wiederaufbau in den Ortsteilen Mühlbach und Weesenstein über 2.440.500 € beantragt.
 
Die Schulstraße in Weesenstein sollte ebenfalls eine Schwarzdecke erhalten. Die Reste der alten Straßendecke wurde entfernt und das Schotterbett hergerichtet. Auf Grund der Wetterlage konnte die Schwarzdecke nicht mehr hergestellt werden. Wann diese Arbeiten abgeschlossen werden ist unklar. Wenigsten die Straßenbeleuchtung funktioniert wieder. Überall sind in Weesenstein noch Gräben offen bzw. Erdhauffen aufgeschüttet. In der Dämmerung und im Dunkeln läßt die dünne Schneedecke alles gespenstisch aussehen.
 
Die tiefen Temperaturen beschleunigen das Austrocknen der Häuser. An eine Rückkehr in ihre Wohnungen bis Jahresende, wie viele Familien gehofft hatten, ist nicht zu denken. Die Mauern müssen erst einmal richtig austrocknen.
Schloß Weesenstein
Eingang zum Schloß Weesenstein, Dez. 2002
 
Daneben haben die Bewohner mehrere Nadelbäume mit Lichterketten geschmückt. Im Vergleich mit den Vorjahren sind es erheblich weniger. Auffallend ist auch, daß die Lichter und Schwippbögen iin den Fenstern der Erdgeschosse fehlen.
 
Das Schloß auf dem Felsen mit seinen Kultureinrichtungen und Restaurants versucht seit November 2002 mit vielen Veranstaltungen so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren. Zwischen dem Ort und dem Schloß Weesenstein liegen zur Zeit Welten.
 
Die ursprünglich geplante 3. Veranstaltung "Zukunft Müglitztal" auf dem Schloß wurde auf den Februar 2003 verschoben. Das Zusammenstellen der Daten zur Flut im August erfordert mehr Zeit. Nur auf der Basis gesicherter Daten können die Entscheidungen für den Wiederaufbau von Weesenstein und des gesamten Müglitztales erfolgen. Vom Bauamt der Gemeinde wurde mit Unterstützung ortsansässiger Firmen entsprecehnde Vorarbeiten geleistet und die Bereitstellung von Geldern für den Wiederaufbau angefordert. Diese Gelder wurden weitestgehend bewilligt und garantieren die notwendige Planungssichertheit ab Januar 2003.
 
Am 10. Dezember traf sich der Spendenausschuß zu seiner 5. Sitzung. Die auf den drei Konten innerhalb der Gemeinde eingegangenen Spenden sind an die Betroffenen im Ortsteil Weesenstein ausgezahlt, im Ortsteil Mühlbach laufen die Auszahlungen noch.
 
Die Bürocontaineranalage in Weesenstein ist aufgebaut. Anfang Januar ziehen hier verschiedene Bereiche des Gemeindeamtes und am Wiederaufbau beteiligte Firmen ein.
 
Anläßlich der Feiertage dankt Herr Glöckner, unser Bürgermeister, allen Helfern und Sponsoren für die Unterstützung.
 
Den Bericht der Kirchbach-Kommission zum Agieren und Reagieren der entsprechenden staatlichen Stellen während und nach der Flutkatastrophe in Sachsen sollte jeder selbst lesen (Kopie als PDF-Datei 960 kByte). Die direkt von der Flut im Müglitztal Betroffenen sehen viele Feststellungen des Berichtes schärfer. Daß die Menschen in Mühlbach und Weesenstein überhaupt nicht gewarnt wurden, kann niemand verstehen und entschuldigen.
 
Mehrere Jugendliche haben ihre eigenen Schlußfolgerungen aus der Flutkatastrophe gezogen. Zwei junge Männer aus Falkenhain und fünf aus Maxen treten in die freiwillige Feuerwehr Maxen ein. Deren Grundausbildung beginnt im Frühjahr 2003. Noch im Januar 2003 besuchen 5 Mitglieder der FFW Maxen einen Motorsägen-Lehrgang.
 
 
 
letzte Aktualisierung: 3.1.2003
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