| Der Prießnitzdamm | |
| Das Rückhaltebecken an der Prießnitz zwischen Johnsbach und Glashütte ist das einzige im gesamten Einzugsgebiet der Müglitz. | |
Daten:1934 im September und 1948 im Mai gibt es schwere Unwetter im Luchberggebiet. Die Prießnitz tritt danach in Glashütte über die Ufer. |
|
| Ein Standsicherheitsgutachten für das Rückhaltebecken Glashütte von Anfang Mai 2002 stellt fest, daß der Damm auch bei Vollstau der Belastung stand hält aber nicht überflutungssicher sei. Die fehlende Überflutungssicherheit resultiert aus dem nicht hinreichend dimensionierten Hochwasserüberlauf. Als Sofortmaßnahme hatte die Gemeinde Glashütte die Betriebsvorschrift für das Rückhaltebecken ergänzt. Für den Fall des drohenden Überlaufs sollte der Damm durch Sandsäcke erhöht werden. | |
| Das Einzugsgebiet oberhalb des Dammes ist ca. 11 km² groß. Innerhalb von 36 Stunden sind dort ca. 250 l/m² Niederschlag und mehr gefallen. Das ergibt 2,75 Mio m³ Wasser. Es kommt zum Überlauf des Rückhaltebeckens. Die Überlauftreppe kann diese Wassermassen nicht aufnehmen, so daß direkt neben dieser das Wasser über die ungeschützte Dammkrone läuft. Sandsäcke zur Erhöhung der Dammkrone sind auf diesem Bild nicht zu erkennen. | ![]() |
| Das überfließende Wasser sägte am 12. August 2002 ab 16:29 praktisch einen Kanal innerhalb von 30 Minuten durch den Damm, je tiefer um so schneller schritt dieser Prozeß voran. | |
![]() |
|
| Zerstörter
Prißnitzdamm nach der Flut vom 12./13.8.2002 Links ist die Überlauftreppe sichtbar, die praktisch auf gewachsenem Felsen ruht. Der Einlauf zu dieser Treppe liegt nur ca 0,5 m unterhalb der Dammkrone. Rechts ist der intakte unterirdische Abfluß des Dammes mit einer Höhe von ca. 1 m. Dessen Durchlaßfähigkeit war auf das unterirdische Bachbett der Prießnitz in Glashütte angepasst. |
|
| Etwa 100 m oberhalb des Dammes ist ein Freibad. Die Gefahr, daß von dort Treibgut aufgeschwemmt wird und der Abfluß blockiert bzw. die Dammkrone beschädigen kann ist nicht auszuschließen. | |
| Der Damm selbst hielt dem Druck der Wassermassen stand. Beschädigungen durch Ratten und Wühlmäuse waren laut der letzten Begehung im Oktober 2001 nicht vorhanden. | |
| Der Auslaufende Damm hat in Glashütte schwere Zerstörungen verursacht. Für die unterhalb von Glashütte liegenden Ortschaften hatten die 70.000 m³ Wasser aus diesem Rückhaltebecken nur einen verschwindenen Einfluß. Der Spitzendurchfluß im Bereich Dohna lag bei 400 m³/s, die 70.000 m³ flossen innerhalb von 175 Sekunden vorbei. | |
Literatur:
|
|
| Fotos: Internetseite von Glashütte |
|
| letzte
Aktualisierung: 26.12.2002 email: Webmaster@Mueglitztal-Flut.de |
|