Hochwasserschutz im Osterzgebirge
 
Sofort nach der Hochwasserkatastrophe von 1897 mit ihren imensen volkswirtschaftlichen Schäden wurde der Hochwasserschutz für die Flußsysteme im Erzgebirge nicht nur im sächsischen Landtag sondern auch im deuschen Reichstag in Berlin diskutiert. Geeignete Standorte wurde für den Bau von Talsperren und Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz erkundet.
 
An der Roten Weißeritz wurden die Talsperren Malter (1908-1913), an der Wilden Weißeritz die Talsperre Klingenberg (1908-1914) und die Talsperre Lehnmühle (1926-1931) gebaut. In Zauberrode wurden 1982 noch zwei Rückhaltebecken an der Wiederitz, einem Nebenfluß der Weißeritz errichtet.

Die Hochwasser von 1927 und 1957 führten dazu, daß im Einzugssystem der Gottleuba ein Hochwasserrückhaltesystem aufgebaut wurde.Die Rückhaltebecken Buschbach (1963), Mordgrundbach(1966) an der Bahra waren die ersten, gefolgt vom Rückhaltebecken Liebstadt (1967) an der Seidewitz und das Rückhaltebecken Friedrichswalde-Ottendorf am Bahrebach. Den Abschluß bildete die Talsperre Gottleuba (1965-1974).

Am Flußsystem der Müglitz wird nur an der Prießnitz (1951-1953) ein Rückhaltebecken errichtet.
Hochwasserschutzsystem
Flußsysteme im Osterzgebirge
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Neben dem Hochwasserschutz ist für das Müglitztal auf Grund der kurzen Vorwarnzeiten das Hochwasserwarnsystem des Freistaates Sachsen von entscheidender Bedeutung. Alle Maßnahmen, die die Vorwarnzeiten verlängern könnten sind zu prüfen. Dazu zählt auch das Konzept der Unwetterwarnzentrale der Meteomedia AG (Kachelmann)
 
 
Literatur:
Hochwasserschutz in Sachsen, Materialien zur Wasserwirtschaft 2/1996, Freistaat Sachsen, Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung
 
 
 
letzte Aktualisierung: 04.09.2002
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