Anfrage LfUG
Hochwasserwarnungen Müglitztal
 
Auch für die Müglitz gibt es im Rahmen der Organisation des Hochwassernachrichtendienstes im Freistaat Sachsen die Alarmstufen 1 bis 4. Die Hochwasserwarnzentrale ist Bestandteil des Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie (LfUG). Deshalb richteten wir am 28. Oktober 2002 eine e-mial an die Presse- und Bürgerrefentin Frau Bernhardt, in der unter anderen folgende Fragen formuliert waren:
  • Kriterien für das Ausrufen der Alarmstufen 1 - 4 an der Müglitz bis August 2002
  • Wurden diese Kriterien auf Grund der Flut geändert?
  • Welche realen Vorwarnzeiten gibt es für die Orte Mühlbach und Weesenstein?
  • Wer informiert die Gemeinde bzw. löst den Alarm aus (Sirene Feuerwehr, ...)?
  • Niederschlagsmengen zwischen vom 11.8. 18:00 bis 15.8.2002 12:00 im Raster von 15 Minuten für Zinnwald und Mühlbach (oder nächstliegende Meßstelle)
  • Karten mit Niederschlagsmengen vom Einzugsgebiet der Müglitz für den gleichen Zeitaum (6h- bzw 12h-Raster)
  • Zeitlicher Verlauf der Durchflußmengen in m³/s in Weesenstein zwischen dem 11. und 15.8.2002.
  • Tabelle mit allen gemessenen und veröffentlichten Pegelständen, Durchflußmengen, Tendenzen und den zugehörigen Zeiten zwischen dem 11. und 15.8.2002 an der Müglitz
  • Wann werden die Pegel an der Müglitz in Lauenstein und Dohna zu Hochwassermeldepegeln aufgerüstet?
  • Wird in Mühlbach wieder ein Pegel, möglichst mit Hochwassermeldefunktion, eingerichtet?
  • Wird das Projekt des im Bau befindlichen RHB Lauenstein dem Jahrhunderthochwasser angepaßt
  • Wird das RHB Glashütte/Prießnitz wieder aufgebaut? Welche Veränderungen werden dort vorgenommen?
 
Hier die Antwort vom LfUG vom 21. November 2002:
  • Die ersten beiden Fragen sind recht schnell beantwortet. Unter der Rubrik "Wissenswertes" auf der Homepage unserer Landeshochwasserzentrale finden Sie ein Organisationsschema zum Hochwassernachrichtendienst in Sachsen, einschließlich der Rechtsgrundlagen und den Erläuterungen zu den jeweiligen Alarmstufen. Die Kriterien wurden nicht geändert.
  • Zu den weiteren Fragen empfehle ich Ihnen, sich den ebenfalls auf unserer Homepage eingesteltten Kurzbericht zur meteorologischen und hydrologischen Situation während des Hochwassereignisses im August 2002 anzusehen. Hinweis zum Kurzbericht: Die extremen hydrologischen und hydraulichen Verhältnisse konnten bisher noch nicht für alle betroffenen Gewässer bzw. Profile nachvollzogen werden. Die im Bericht enthaltene Beschreibung des Hochwasserverlaufes kann daher nur als erste Kurzauswertung angesehen werden.

Damit waren bei weitem nicht alle Fragen beantwortet. In einem anschließendem Telefongespräch wurde uns ein Treffen mit dem Leiter des LfGU angeboten, das wir auch nutzen wollen.
 
Als bis Mitte Dezember 2002 immer noch kein Terminangebot erfolgt war, wurde Frau Bernhardt daran erinnert. Bei diesem Telefongespräch wurde von Frau Bernhardt auf den Kirchbachbericht verwiesen und zusätzliche Informationen bis zum 23.12.2002 angekündigt. Die Informationen sind bisher nicht eingetroffen. Der Kirchbachbericht gibt keine Antwort auf unsere Fragen.
 
 
 
letzte Aktualisierung: 31.12.2002
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