Sächsische Zeitung (Wirtschaft ), 18.01.2003

Getränkeindustrie: Margon soll kräftiger sprudeln

Domokos Szabó

Burkhardswalde/Dortmund. Die Brau und Brunnen AG, neue Eigentümerin der Traditionsmarke "Margon", will den Betrieb in Burkhardswalde bei Dresden noch kräftiger zum Sprudeln bringen.

Der Verbund mit Sitz in Dortmund peilt mit der Margon Brunnen GmbH mittelfristig einen Marktanteil von 25 Prozent in Sachsen an, sagte Vorstand Michael Hollmann am Freitag. Im vorigen Jahr verteidigte Margon das am Freitag sein 100-jähriges Jubiläum feierte nach eigenen Angaben seine Marktführerschaft mit 16 Prozent. Dennoch gelang es der Firma zuletzt nicht, den Absatz zu steigern. Nach 2001 gab es auch 2002 ein leichtes Minus bei Produktion und Umsatz, so der bisherige Margon-Chef Jörg Croseck. Zahlen nannte er nicht. 2001 füllten die 107 Beschäftigten im Müglitztal rund 71 Millionen Liter Wasser und Erfrischungsgetränke ab.

Nach dem Kauf der Firmen Margon Brunnen GmbH und Glashäger Brunnen GmbH in Bad Doberan sieht Brau-und-Brunnen-Chef Hollmann den Konzern besonders im Osten gut positioniert. Die Marke "Thüringer Waldquell" sei Marktführer in Thüringen, "Spreequell" eine starke Marke in Berlin und Brandenburg.

"Vita Cola" künftig auch aus Burkhardswalde

Große Hoffnungen werden an die Marke "Vita Cola" geknüpft; ihr Absatz stieg in acht Jahren um mehr als das Zehnfache. Das süße Getränk soll künftig auch in Burkhardswalde gemischt werden. Dafür seien weitere Investitionen geplant. Ob es bei den von Vorbesitzer Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. geplanten 9,7 Millionen Euro bis 2005 bleibt, sei noch unklar. An der Zahl der Arbeitsplätze wird sich vorerst nichts ändern. "Entlassungen wird es nicht geben, eher Einstellungen", sagte Hollmann.

Gerolsteiner hatte den Betrieb 1999/2000 restrukturiert: 14 Beschäftigte mussten gehen, trotzdem geriet Margon in die roten Zahlen. Seit zwei Jahren gebe es aber wieder schwarze Zahlen, so Croseck.