Die Müglitz verändert die Landschaft
 
Die rasenden Wasser der Flut vom 12./13. August 2002 haben weite Teile des Müglitztales verändert. Nach dieser Katastrophe stellt sich die Frage, ob der Mensch der Müglitz seinen Willen aufzwingen kann oder sollte er sich lieber mit dem kleinen Fluß arrangieren.
Die Müglitz im Schlosspark
Die Müglitz, die normal hinter dem Pavillion entlang der Hangkante am oberen Bildrand dann auf der linken Bildseite auf den Schloßfelsen zuströmte und letztendlich am unteren Bildrand nach rechts abfloß, hat sich hier vor dem Schloß gestaut. Die von der Müglitz mitgeführten Steine verschüteten das alte Flußbett. Der gesamte Park wurde überflutet und mit einer dicken Geröll- und Schlammschicht bedeckt. Letztendlich hat sich die Müglitz ein neues tiefes Flußbett parallel der Straße gegraben (rechts oben im Bild). Aufnahme vom 16.8.2002.
 
Zurück in das alte FlußbettDas von der Müglitz parallel zur Straße gegrabene neue Flußbett wurde am oberen Ende des Parks und direkt am Schloß abgeriegelt. Die Müglitz unterquert nun wieder die Straße und Eisenbahnlinie und trifft im rechten Winkel auf die Felsen. Letzendlich wird sie um 180° umgelenkt und fließt dann am unteren Bildrand in den Ort Weesenstein zwischen der Altenberger Straße und der Schulstraße.
 
Zerstörte Straße und Bahnanlagen
{short description of image}Oberhalb des Schloßparks hat die Müglitz die Straße vollständig weggerissen und die Fundamente der Stützmauer für die Bahnanlagen freigelegt. Erst am Sonntag, den 25.8.2002 konnte die provisorische Baustraße zwischen Weesenstein und dem Bahnhof Burkhardswalde-Maxen fertiggestellt werden.
 
Vom Rabenhorst in Richtung Mühlbach (peschelmühle) Schotterstraße am Rabenhorst am 24.8.2002
Links ein gespenstischer Blick in Richtung Mühlbach (Schornstein der Peschelmühle im Hintergrund) am Dienstag den 13.8.2002 vom Rabenhorst. Die Straße und die Bahnlinie sind vollständig überflutet.
Als das Wasser zurückgegangen ist, wird unterhalb vom Rabenhorst sichtbar, daß die Straße und die Bahnlinie total zerstört sind. Nach einer Woche angestrengter Arbeit steht eine Schotterpiste für Baufahrzeuge zur Verfügung.
 
Unabhängig von den Zerstörungen direkt in Weesenstein stellt sich auch bei diesen Bildern die Frage, kann der Mensch bei Unwettern die tosenden Wassermassen des Müglitztales bezwingen?
 
Versperrte Brücke und neues Bett vor der Gemeindeverwaltung Altes Wehr in der Müglitz
Alle Bauten in und über der Müglitz erhöhen die Gefahren bei Hochwassser. Treibgut aller Art von Holzstämmen, Autos, Müll bis hin zu Gastanks behindern das Abfließen das Wassers. Letztendlich sucht es sich neue Wege und gräbt dann auch ein neues Flußbett wie im linken Bild direkt neben dem Gemeindehaus in Weesenstein am Ende der Schulstraße.
 
 
 
Fotos: A. Rietzschel
 
letzte Aktualisierung: 27.08.2002
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