| Das Müglitztal geht unter |
| Am Sonntag den 11. August gegen 18:30 Uhr begann es im Gebiet der Gemeinde Müglitztal zu regnen. Am späten Abend ging dieser Regen in einen starken Landregen über, der als Starkregen bis zum Dienstag Abend anhielt. In Mühlbach wurden über 250 l/m², im oberen Einzugsgebiet der Müglitz in Zinnwald über 400 l/m² gemessen. Letztendlich hört der Regen erst am Mittwoch Abend auf. Am Montag Morgen gingen die Bewohner nichtsahnend zur Arbeit, brachten vorher noch ihre Kinder in den Kindergarten bzw. zur Schule. |
| Im Laufe des Tages schwoll das Wasser der Müglitz an. Für die
Weesensteiner und Mühlbacher nichts ungewöhliches. Denn von der
Intensität der Niederschläge im Einzugsgebiet der Müglitz lagen
keine Informationen vor. Ohne Warnung traf die erste Flutwelle Weesenstein am
späten Montag Nachmittag ein. Zur gleichen Zeit rast die
Flutwelle vom
zerstörten Prießnitzdamm durch Glashütte und
läßt die Pegel der Müglitz weiter steigen. Der Höchststand der Müglitz war am Dienstag früh gegen 7 Uhr erreicht. Schon die erste Flutwelle zerstörte innerhalb kurzer Zeit 4 Häuser in Weesenstein. Die Villa an der Schuhfabrik verschwand irgend wann in der Nacht zum Dienstag und riß die zwei Bewohner in den Tod. |
| In verschiedenen Häusern auf der Schulstraße waren die Bewohner eingeschlossen und versuchten per Handy Hilfe anzufordern. Vom Haus der Familie Jäpel blieb nur eine Mauer in den Fluten stehen, die 4 Personen das Leben rettete. Erst am Dienstag Morgen kam der erste Hubschrauber, der aber ohne Helfen zu können wieder abdrehte. Erst ein schwerer Rettungshubschrauber des Bundesgrenzschutzes barg von verschiedenen Dächern die Eingeschlossenen. |
| Als am Mittwoch Abend das Wasser merklich zurückgeht, wird langsam das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. |
| letzte Aktualisierung: 10.09.2002 email: Webmaster@Mueglitztal-Flut.de |