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Ideen
Hochwasserschutz
und Hochwasserabwehr
im Müglitztal |
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| Der helle Putz an der Brücke der Müglitztalbahn in
Oberweesenstein markiert die maximale Höhe des Wassers am 12./13. August.
2002. Mehr als die Hälte der Wassermassen flossen hier außerhalb des
normalen Bettes der Müglitz. |
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| In verschiedenen Veröffentlichungen werden 390 m³/s als maximale
Durchflußmenge für Dohna angegeben, die auch für Weesenstein
gültig sein sollten. Einerseits sind die Wassermengen zu reduzieren und
andererseits müssen Geröll und Treibgut (Bäume) oberhalb der
Orte sicher abgefangen werden. Um Zukünftig in Weesenstein wieder sicher
siedeln zu können, sind die Hochwasserschutzmaßnahmen und das
Hochwasserwarnsystem zu erweitern. |
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| Hochwasserschutzmaßnahmen |
- Aufforstung im Kammbereich des Osterzgebirges beiderseits der
deutsch-tschechischen Grenze.
- Hochwasserrückhaltebecken auch an den kleinen Zuflüssen unterhalb
von Lauenstein (Biela, Prießnitz, Trebnitz, Cunnersdorfer Bach, Dorfbach
Maxen, Winterleithe, ...)
- weitere kleine Hochwasserrückhaltebecken direkt im Müglitztal
(oberhalb Schlottwitz und Mühlbach)
- Schloßpark Weesenstein als Rückhaltebecken mittels hydraulischem
Sperrsystem zwischen Schloßfelsen und westlichen Müglitztalhang.
- Die Müglitz ist zwischen Schlottwitz und Glashütte total
kanalisiert. In den Ortslagen und kurz unterhalb kann zur Erhöhung der
Querschnittes das Bachbett 1 bis 2 m tiefer gelegt werden.
- An den Straßen- und Eisenbahnbrücken muß die
Durchlaßfähigkeit erhöht werden, wenn erforderlich mit
hydraulischen Systemen im Hochwasserfall (Eisenbahnbrücken oberhalb des
Tunnels von Weesenstein)
- Die Straßen in den Ortslagen sind als Abflußmöglichkeiten
für das Wasser zu gestalten. Diese Straßenabschnitte sind tiefer
zulegen und die Randbereiche zu den Grundstücken sind ausreichend zu
befestigen. Die gefahrlose Rückführung der Wassermassen in das
normale Flußbette muß garantiert sein (Mühlbach und
Weesenstein).
- Flutrinne in Mühlbach parallel und/oder direkt unter der Bahntrasse.
- Die Straße zwischen Maxen und Burkhardswalde muß im Bereich des
Bahnhofes hochwassersicher werden. Deshalb zwischen Abzweig Winterleithe bis
über die Brücke das Niveau der Straße, Bahntrasse und der
Brücke um 1 bis 2 m höher legen. Parallel hier das Müglitzbett
vertiefen. Abzweig Winterleithe läßt sich dadurch sinnvoll
umgestalten. Verbreiterung der Winterleithe und Sicherung des Hanges gegen
Erdrutsche.
- Bäume ab einer bestimmten Größe dürfen nicht direkt am
Prallufer stehen
- sicheres Abfangen von Bäumen und anderem Treibgut oberhalb der
Ortslagen
- Parkverbote in Überschwemmungsgebieten ab bestimmter Alarmstufe und
gekennzeichnete hochwassersichere Parkplätze in den Ortslagen
- Hubschrauberlandeplätze an beiden Ufern in den Ortlage herrichten
- Ausbau von Wander- und Feldwegen, die von den Höhen ins
Müglitztal führen, als Katastrophenstraßen
- Abendfrieden von Falkenhainer Straße ausbauen und Parkplatz an der
Hangkante einrichten. Straßenbeleuchtung vom Parkplatz bis hinunter nach
Weesenstein.
- Bauvorschriften für überflutungsgefährdete Objekte
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| Hochwasserwarnsystem |
- Kombination von Pegelständen und meteorologischen Daten wie
Niederschläge der letzten 6/12/24/26/48 Stunden mit den zu erwartenden
Niederschlägen der nächsten 6/12/24/26/48 Stunden und vorhandene
Schneehöhen
- Pegel- und Niederschlagsmeßsysteme müssen hochwassersicher und
auch bei Stromausfall arbeiten und ihre Daten weitergeben.
- Dichteres Netz von Niederschlagsmessern.^
- Hochwassermeldepegel in Glashütte, Schlottwitz, Mühlbach und
Weesenstein
- Reduzierung der vielen Ebenen der Informationskette auf eine einzige, d.h.
die Pegel- und Niederschlagsdaten laufen direkt und automatisch an einem Punkt
zusammen. Nach Auswertung der Daten und Feststellung der Alarmstufe werden von
hier die Gemeinden direkt informiert.
- Direkte Warnung der Gemeinden durch die Landeshochwasserzentrale
- Warnung der Gemeinden auch außerhalb der Dienstzeit muß
garantiert sein
- Warnung der Gemeinden auch bei Ausfall der Energieversorgung und des
Telefonnetzes
- Abrufmöglichkeit der Warnmeldungen von den Gemeinden bzw.
örtlichen Einsatzkräften
- Direkte parallele Warnung der Bevölkerung durch die
Landeshochwasserzentrale über Rundfunk, Fernsehen und Internet.
- Überflutungskarten für bestimmte Pegelstände in den
Ortslagen.
- Alarmstufen und Werte der Pegelstände/Durchflußmengen an
markanten Punkten anbringen
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| Hochwasserabwehr |
- Ausrüstung und Ausbildung der FFW für die Hochwasserabwehr und
Aufbau von Strukturen des THW.
- Bereitstellung von Hilfs- und Rettungsmitteln in den Ortslagen direkt im
Müglitztal beiderseits der Müglitz
- Sichere Arbeitsorte für Katastrophesstäbe mit ausreichender und
sicherer Kommunikationstechnik und autarker Stromversorgung
- Notunterkünfte für Evakuierte
- Telefonsystem im Müglitztal hochwassersicher ausbauen (alternative
Verbindungen)
- Notfallpakete für alle Haushalte (Streichhölzer, Taschenlampen,
Batterien, batteriebetribenes Radio, Verbandsmittel, Trillerpfeife, Decken)
- Verhalten für Einsatzkräfte, Firmen und Bewohner bei den
Alarmstufen 1 bis 4
- Übungen aller 5 Jahre, in der Schule und in den Kindergärten
einmal im Jahr.
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| Neben dem Hochwasser ist als Katastrophe auch ein langer Stromausfall im
Winter mit tiefen Temperaturen einzuplanen. |
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letzte Aktualisierung: 9.1.2003
email: Webmaster@Mueglitztal-Flut.de |